Wer zurzeit einen Mietwagen mit Winterreifen bucht, muss sich auf hohe Kosten einstellen: Autovermieter verlangen für die wettergerechte Bereifung nämlich kräftige Zuschläge. Für einen Mietwagen übers Wochenende verlangen Mietstationen beispielsweise einen Aufschlag von bis zu 58 Euro, wie nun die Stiftung Warentest in einer Analyse herausfand.

Teure Winterreifen – Autovermieter kassieren kräftig ab

Bei entsprechenden Wetterverhältnissen sind Winterreifen seit kurzer Zeit sogar gesetzlich vorgeschrieben – wer mit falscher Bereifung erwischt wird, zahlt empfindliche Bußgelder. Dennoch lassen sich viele Autovermieter für die Ausrüstung eines Mietwagens mit Winterreifen königlich bezahlen – die Aufschläge sind teilweise enorm.

Autovermieter Sixt lässt sich den Räderzuschlag extra viel kosten – ein VW Golf von Freitag bis Sonntag kostet 203 Euro – und damit mit Winterreifen ganze 58 Euro mehr als ohne die wettergerechte Bereifung. Günstigster Anbieter in der Untersuchung von Stiftung Warentest war hier Europcar, die ein vergleichbares Mietfahrzeug für 159 Euro inklusive Winterreifen anbot.

Auf Winterreifen nicht aus Kostengründen verzichten!

Trotz der Mehrkosten wird Autofahrern dringend geraten, nicht auf die Winterreifen zu verzichten. Bei der Reifenwahl trägt der Mieter die volle Verantwortung – und wenn ein Unfall mit Sommerreifen geschieht, kann sich die Versicherungsgesellschaft aufgrund grober Fahrlässigkeit in Sachen Kostenübernahme querstellen.

Wer einen Mietwagen bucht, kann nicht automatisch davon ausgehen, dass der Wagen mit der passenden Bereifung ausgestattet ist. Empfehlenswert ist es, bereits bei der Reservierung des Fahrzeuges anzugeben, dass Winterreifen inklusive sind – eine schriftliche Bestätigung ist ratsam. Wird das Mietfahrzeug dann doch mit Sommerreifen herausgegeben, so kann der Kunde die Annahme des Mietwagens und die entstandenen Kosten verweigern.

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