Mit Anfang 2013 zog sich der japanische Kleinwagenspezialist Daihatsu vom europäischen Markt zurück. Ausschlaggebend waren dafür einerseits der schlechte Wechselkurs und auf der anderen Seite immer weiter rückläufige Verkaufszahlen, obwohl die Marke hier noch nie zu den Top Sellern gehörte.

Daihatsu gehört zum Toyota Konzern und ist unter Autokennern, so wie die Mutterfirma, für die hohe Qualität und extreme Zuverlässigkeit seiner Fahrzeuge bekannt. Glücklicherweise ersparen diese Eigenschaften den Besitzern eines Autos von Daihatsu größtenteils die Notwendigkeit, Geld in Ersatzteile zu investieren. Seit dem Verkaufsstopp der Fahrzeugen wird es, vor allem für etwas ältere Modelle, immer schwieriger, die passenden Teile zu bekommen. Für den zu seiner Zeit bei Handwerkern recht beliebten Minibus Hijet, der bis zum Jahr 2002 verkauft wurde, sind z.B. Stoßstangen oder Kardanwellen in Europa als Neuteile kaum mehr erhältlich. Hier kann der Autofahrer froh sein, wenn man beim Autoverwerter fündig wird. Aber auch beim Miniauto Daihatsu Cuore L276, der erst 2007 auf den Markt gebracht wurde, wird es mit weniger benötigten Ersatzteilen schwierig.

Generell kann man sagen, dass normale Verschleißteile, bedingt durch die Verflechtungen von Daihatsu mit dem Mutterkonzern Toyota, die Kunden vor weniger Probleme stellen. Hier erweist sich die Gleichteile Politik als vorteilhaft und für die Werkstätten sind Sachen wie Luft- und Ölfilter oder Bremsen- und einfache Motorenteile relativ einfach zu besorgen. Ansonsten kann man Daihatsu Fahrern nur raten, die Autos besonders pfleglich zu behandeln, um vorzeitigem Verschleiß vorzubeugen.

Natürlich bleibt dem Ersatzteiljäger als letzter Ausweg noch das Internet, in Japan und weiten Teilen Asiens ist Daihatsu immer noch präsent und erfolgreich. Ein Teilekauf über das Web ist hier möglich, ein eventueller Umtausch beim Nichtpassen aber umständlich.