Wenn am Auto sichtbare Teile ersetzt werden müssen, werden die Kosten der Ersatzteile hoch ausfallen. Autohersteller haben ein Monopol auf Autoersatzteile. Für sichtbare Kfz-Ersatzteile wie Scheinwerfer zum Beispiel müssen Fahrzeughalter viel bezahlen.

Günstigere Nachbauteile dürfen nicht gefertigt werden

Eigentlich sollte es eine Neufassung der Designrichtlinie der EU geben. Jedoch hat die Europäische Kommission jetzt öffentlich ihre Pläne verworfen. Der Plan war die Aufhebung des Designschutzes für Ersatzteile des Autoglases, der Beleuchtungsanlage sowie der Karosserie. Da es nun keine neue Richtlinie geben wird, haben Autohersteller die Möglichkeit, den Herstellern von Ersatzteilen einen Verlauf von günstigeren Nachbauteilen zu verbieten. Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) steht dieser Entscheidung der Europäischen Kommission kritisch gegenüber, weil die Autohersteller somit ein profitables Monopol besitzen. Es folgen höhere Preise für Ersatzteile für die Autofahrer. GVA argumentiert damit, dass Ersatzteile keine Möglichkeit zur Formenvielfalt geben. Zum Beispiel kann ein Scheinwerfer nur eine bestimmte Form aufweisen, um in ein Auto eingebaut zu werden. Deshalb ergäbe die Designschutzrichtlinie für Ersatzteile keinen Sinn.

Neue Richtlinie immer wieder verschoben

Die Neufassung der Designschutzrichtlinie gab es schon Ende des Jahres 2007. Der Entwurf befand sich seit dieser Zeit beim Ministerrat. Man wartete auf eine endgültige Entscheidung. Doch diese wurde immer wieder verschoben. Der GVA denkt, dass die starke Lobby von den Fahrzeugherstellern dafür verantwortlich ist. Sie würde Druck auf die Regierung ausüben, weshalb die Verabschiedung der neuen Richtlinie für Designschutz immer wieder verhindert worden ist. Besonders Deutschland und Frankreich sind davon betroffen. Die Politik der mächtigen Konzerne würde laut GVA nicht den Prinzipien von der Marktwirtschaft entsprechen.

Designteile erheblich teurer geworden

Autohersteller dulden teilweise ein wenig Konkurrenz anderer Anbieter. Jedoch müssen diese immer wieder mit Abmahnungen rechnen. Die Folge ist, dass Fahrzeugführer mehr bezahlen müssen. Ersatzteile mit Designschutz wurden zwischen 2006 und 2012 um 40 Prozent teurer.

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