Für viele Städter wird die Frage der Fortbewegung zum Problem. Die Unabhängigkeit eines eigenen Autos wird erdrückt durch mangelnde Parkplätze, Staus oder Benzinkosten. Abhilfe könnte eine Idee schaffen, die vormals eher Rentnern vorbehalten war: Das Elektrofahrrad.
Mit selbsterzeugtem Strom fortbewegen
Man kennt es vielleicht vom älteren Herrn oder der älteren Dame nebenan. Ohne selbst treten zu müssen, bewegen sich diese elegant durch die Stadt. Das Elektrofahrrad wird mit dem neu erwachten Umweltbewusstsein wieder modisch. Aber ist es auch praktisch? Im Vergleich zum Auto bietet es, zumindest in der Stadt, tatsächlich einige Vorteile. Der erste ist ganz offensichtlich die Größe des Elektrofahrrads. Während Autos und auch Motorräder an der Ampel stehenbleiben müssen und so dem endlosen Stop-and-Go der Rush Hour ausgesetzt sind, kann man mit dem Elektrofahrrad einfach auf dem Fahrradweg vorbeiziehen. Damit erledigt sich auch die Problematik der Parksituation. Als Autofahrer kann man oft mehrere Minuten (manchmal Stunden) mit der Suche nach einem Parkplatz zubringen. Das Elektrofahrradkann einfach direkt vor dem Zielort an eine Stange gekettet werden. Natürlich kann man mit einem Elektrofahrrad nicht so schnell fahren wie mit einem Auto, doch die verlorene Geschwindigkeit wird aber gerade zu Stoßzeiten durch die Wendigkeit des Gefährts wieder herausgeholt.
Auch vom Lebensgefühl her mag manchen das Elektrofahrrad besser gefallen. Man befindet sich an der frischen Luft und muss selbst etwas für seine Fortbewegung tun. Denn viele Elektrofahrräder setzen auf eine Tretunterstützung, nicht auf einen zur Gänze die Arbeit übernehmenden Elektromotor. Durch das Treten wird die Leistung des Motors gesteuert. Ein Elektrorad, das mit Tretunterstützung funktioniert, wird als Pedelec (Pedal Electric Cycle) bezeichnet. Ein reines Elektrofahrrad bezeichnet man als Leichtelektromobil. Mit dem Pedelec kann man die Leistung des Motors für schwierige Anhöhen oder einfach zum Verschnaufen benutzen. Von Nachteil bleibt natürlich der mangelnde Stauraum. Im Auto kann man mehrere Einkaufstaschen unterbringen, es sogar für einen Umzug benutzen. Auf dem Fahrrad kann bestenfalls eine Tasche untergebracht werden. Für die gewöhnlichen Fahrten zur Arbeit oder zu einem Freund eignet sich das Fahrrad aber.
Umweltfreundlichkeit als Kaufgrund?
Für viele stellt die Umweltfreundlichkeit der Elektroräder einen Kaufgrund dar. Dies ist eine persönliche Entscheidung, aber tatsächlich sind viele der eBikes 200-mal energieeffizienter als ein 50 kW-Elektroauto. Wenn die Leistung 250 Watt nicht übersteigt, gelten die Pedelecs sogar noch als Fahrrad und nicht direkt als Elektrofahrzeug. Ohne Aufladen schaffen die meisten Pedelecs einem Test des ADAC nach 35 bis 63 Kilometer, wobei auch nach Entleerung des Akkus normales Fahrradfahren durchaus noch möglich ist.

