Das Auto ist für viele Menschen Teil des täglichen Lebens. Daher ist es für Autohalter wichtig, verschiedene Arten von Versicherungen abzuschließen, die im Falle eines Schadens an anderen, durch andere oder durch Umwelteinflüsse für die Kosten aufkommen. Obwohl man häufig nur von der Autoversicherung als einer Versicherung spricht, setzt sie sich oft aus mehreren verschiedenen Policen zusammen, die entweder gesetzliche Pflicht oder freiwillig sind. Die Kfz-Haftpflichtversicherung beispielsweise ist obligatorisch für jeden Fahrer. Zusätzlich kann man außerdem eine Voll- oder Teilkasko- und eine Insassenversicherung abschließen. Die Haftpflichtversicherung muss man abschließen, damit das Auto überhaupt zugelassen werden kann. Bei Schäden, die man als Fahrzeughalter an Dritten verursacht – zum Beispiel durch einen selbstverschuldeten Unfall – kommt diese Versicherung zum Tragen. Dabei kann es sich um Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden (zum Beispiel bei Betriebsausfällen) handeln, für die dann die Kosten übernommen werden. Auch gegen unberechtigte Ansprüche von anderen wird der Versicherungsnehmer geschützt. Die Höhe der Haftpflichtversicherung wird durch folgende Faktoren errechnet:

  1. Typklasse des Autos: statistische Häufigkeit von Schäden und Reparaturen an diesem Fahrzeugtyp
  2. Regionalklasse: Häufigkeit von Schäden in der Region des Zulassungsortes
  3. Schadenfreiheitsklasse: Rabatt, abhängig davon, wie lange man bereits schadenfrei gefahren ist, dementsprechend auch Zuschlag bei häufigen Schäden

Fahranfänger steigen meistens mit etwa 240 Prozent bei der Schadenfreiheitsklasse ein, müssen also mehr bezahlen. Es empfiehlt unbedingt ein Versicherungsvergleich! Ebenfalls eine gute Möglichkeit ist es, das Auto als Zweitwagen der Eltern zu melden, wodurch man niedriger eingestuft wird (etwa 125 Prozent) und somit auch einen geringeren Beitrag für diese Autoversicherung zahlen muss.
Neben der Haftpflichtversicherung ist es oft ratsam, auch eine Kaskoversicherung abzuschließen. Vor allem für Neuwagen oder bei hochwertigen Fahrzeugen ist eine Investition in diese Art der Kfz-Versicherung empfehlenswert. Die Teilkaskoversicherung kommt für Schäden auf, die durch Wildunfälle, Einbruch, Diebstahl, Steinschlag, Feuer, Blitz, Hagel oder Sturm entstanden sind. Oft legt man hierbei noch eine Selbstbeteiligung fest, welche üblicherweise 150 Euro, 300 Euro oder 500 Euro betragen kann. Eine Vollkaskoversicherung übernimmt dann zusätzlich noch die Kosten für selbst verschuldete Schäden oder Vandalismus am Fahrzeug. Auch hier ist eine Selbstbeteiligung üblich.
Als zusätzliche Kfz-Versicherung kann man außerdem eine Insassenunfallversicherung abschließen, welche meistens jedoch überflüssig ist, da die Haftpflichtversicherung oder die private Unfallversicherung bereits einen ausreichenden Schutz bieten.

Bildquelle: Thorben Wengert/Pixelio.de