Auf gut funktionierende Bremsen achten die meisten Autofahrer. Die Stoßdämpfer hingegen werden häufig belächelt und als nicht ganz so wichtig angesehen. Dies kann sich als ein fataler Fehler herausstellen. Denn wenn die Stoßdämpfer defekt sind, ist die Sicherheit beim Fahrverhalten nicht mehr gewährleistet. Die Straßenlage wird gerade im Kurvenbereich schwammig und das Fahrzeug schaukelt sich bei jeder Bodenwelle auf. Daher sollten auch die Stoßdämpfer regelmäßig und nicht nur bei älteren Fahrzeugen überprüft werden. Studien haben ergeben, dass mindestens bei 14 % aller Fahrzeuge in Deutschland, also bei fünf bis sechs Millionen Fahrzeugen, mindestens ein Stoßdämpfer seine Arbeit weitgehend eingestellt hat.

Die negativen Auswirkungen von defekten Stoßdämpfern machen sich durch starken Seitenwind und starkes Eintauchen der Motorhaube bei der Kurvenfahrt oder beim Bremsen bemerkbar. Neben dem desolaten Fahrverhalten kann ebenfalls  Öl aus dem Stoßdämpfer austreten. Klappergeräusche auf unwegsamen Gelände oder Schlaglöcher, aber auch Auswaschungen im Reifenprofil deuten ebenfalls auf ein Ableben der Stoßdämpfer hin. Es ändert sich schlicht das gesamte Fahrverhalten bis hin zu einem verlängerten Bremsweg schon bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Je nach Laufleistung des Fahrzeuges sollten die Stoßdämpfer regelmäßig überprüft werden. Die zweijährige Hauptuntersuchung reicht dafür nicht aus, da hier nur eine Sichtkontrolle der Stoßdämpfer stattfindet. Ein Sprichwort sagt: “Vorbeugen ist besser als heilen”, daher sollte man bei älteren Fahrzeugen zur eigenen Sicherheit die Stoßdämpfer alle 20.000 Kilometer in einer Werkstatt kontrollieren lassen. Bei älteren und permanent voll beladenen Fahrzeugen sollte die Kontrolle auf keinen Fall vernachlässigt werden. Ganz besonders vor einer Urlaubsreise mit dem voll gepackten Auto oder mit einem Wohnwagen als Anhänger sollten die Stoßdämpfer vorher geprüft werden. Schon die Verkehrssituation und Infrastruktur in einem fremden Land erfordert oft ein technisch einwandfreies Fahrzeug.

Es gibt bei schlechten Stoßdämpfern nur Nachteile. Sie beeinflussen die Fahrsicherheit, schädigen das Fahrzeug und können sich auch gefährlich auf Leib und Leben auswirken. Daher sollten Stoßdämpfer bei einem Schaden umgehend gewechselt werden. Zudem sollte sie nie nur einseitig gewechselt werden, sondern immer alle beiden Stoßdämpfer achsenweise.

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