Ohne den Vergaser würde beim Starten des Autos nicht viel passieren, da er Kraftstoff und Luft vermischt, um ein brennbares Gemisch für den Betrieb von Otto-Motoren zu produzieren. Außerdem steuert die Menge des Gemisches, die in den Zylinder gelangen soll. Wenn man nur auf die Arbeitsweise schaut, dann ist der Vergaser eher ein Zerstäuber, da er den Kraftstoff nicht in einen gasförmigen Zustand versetzt, sondern ihn sehr fein zerstäubt.

Man unterscheidet zwischen mehreren verschiedenen Vergaser-Arten, doch jede dieser Arten hat eines gemeinsam: nämlich die Schwimmerkammer, in der sich der Schwimmer, manchmal auch Schwimmkörper genannt, befindet. Diese Schwimmerkammer dient als Kraftstoffspeicher mit einer freien Kraftstoffoberfläche, deren Füllmenge konstant gehalten wird. Der Raum, der sich über dieser Füllmenge befindet, wird als Schwimmerkammerbelüftung bezeichnet, da er mittels einer Belüftung mit dem Einlauf verbunden ist.

Drei Beispiele für die unterschiedlichen Vergaserarten sind: der einfache Vergaser, der Festlufttrichtervergaser und der Vergaser mit veränderlichem Lufttrichterquerschnitt. Beim einfachen Vergaser wird der Luftstrom durch eine Einengung des Querschnitts geführt. Dadurch entsteht ein Differenzdruck, den man dazu nutzt, den Kraftstoffstrom mit einer Düse zu bemessen und ihn innerhalb des Vergasers zu fördern. Auf jede Querschnitteinengung kommt mindestens eine Kraftstoffdüse. Die Luftseite und die Kraftstoffseite sind so gut wie identisch aufgebaut.

Im Ansaugluftkanal des Festlufttrichtervergasers befindet sich Lufttrichter, der als Einengung dient. Abhängig vom Luftstrom-Festlufttrichtervergaser-Hauptsystem ist ihm mindestens eine Hauptdüse zugeordnet. Wenn die Luftströme klein sind, bleibt auch der erzeugte Differenzdruck klein. Um den Kraftstoff zu dosieren, muss man die Druckdifferenz, die zwischen dem Einlauf und dem Saugrohr herrscht, heranziehen. Bei einem Festlufttrichtervergaser braucht man mehrere Systeme und eine Beschleunigungspumpe um bei betriebswarmem Motor eine angemessene Kraftstoffversorgung zu gewährleisten.

Vergaser mit veränderlichem Lufttrichterquerschnitt verwenden ein bewegliches Organ um die Einengung des Ansaugluftkanals durchzuführen. Hierfür werden häufig eine einseitig gelagerte Luftklappe, ein Kolben, der den Kanal im rechten Winkel durchdringt oder eine Schwinge, die stromab gelagert ist und von der Seite her den Kanal einengt.

Eine weitere besondere Art von Vergasern ist der Fish-Vergaser. Der erste Fish-Vergaser wurde in den 1930er Jahren in Amerika von John R. Fish gebaut, der zwar kein Automechaniker oder Ingenieur war, aber ein großes Verständnis von Aerodynamik und Druckverhältnissen besaß, dass er sich bei seiner Arbeit im Werkzeugbau angeeignet hatte. Der Fish-Vergaser funktioniert nicht nach dem Venturi-Prinzip, so wie die meisten anderen Vergaser, sonder nach dem Prinzip der Druckdifferenz.