Ein neues Kältemittel, das für Auto-Klimaanlagen eingesetzt werden soll, sorgt für Aufsehen. Im Brandfall wird durch dieses Kältemittel ein hochgiftiger Stoff freigesetzt.

Das Kältemittel und seine Wirkung

Gerät das neue Kältemittel R1234yf in Brand,setzt dieses Carbonylfluorid frei, einen hochgiftigen Stoff. Bei Carbonylfluorid handelt es sich um einen Abkömmling von Phosgen, einem Kampfstoff. Wird der Stoff eingeatmet, kann es im schlimmsten Fall Lungenbläschen verätzen und so in den Blutkreislauf geraten und in Folge zum Tod führen. Tests haben gezeigt, dass das Kältemittel sich entzünden kann, wodurch Fluorwasserstoff freigesetzt wird. Die Flusssäure ist so giftig, dass bereits eine handtellergroße Verätzung mit diesem Stoff tödlich enden kann. Zudem bestehen etwa 20 Prozent der Brandgase aus dem Carbonylfluorid, das noch giftiger sei, so die Experten.

Die Stellungnahme des Herstellers

Der Hersteller Honeywell teilte mit, dass Carbonylfluorid zugelassen ist und somit in Autoklimaanlagen und als Kältemittel eingesetzt werden darf. Das Carbonylfluorid würde, wenn es sich bilden würde, nur für Sekunden bestehen bleiben und sei somit ungefährlich.

Der bisherige Einsatz des Mittels

Die Europäische Union verpflichtet die Autohersteller das Kältemittel zu verwenden, da das bislang genutzte R134a zur Klimaerwärmung beitragen soll. Bis 2017 gibt es jedoch noch eine Übergangsregelung. Erst danach müssen die neuzugelassenen Kraftfahrzeuge ein Kältemittel enthalten, das weniger klimaschädlich ist. In Deutschland werde bis heute noch das alte Kältemittel verwendet. Derzeit gäbe es außerdem nur sehr wenige Fahrzeuge, bei denen das R1234yf als Kältemittel eingesetzt wird. Jedoch teilte das Kraftfahrtbundesamt im Februar 2014 mit, dass derzeit 120 097 Fahrzeuge zugelassen seien, bei denen R1234yf verwendet wurde. Zeitgleich wird an einer Alternative zu dem umstrittenen R1234yf gearbeitet. Derzeit ist CO2 als Kältemittel im Gespräch. Jedoch ist dieses noch nicht serienreif.

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